Was ist Alzheimer?

Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?

Als Demenz bezeichnet man verschiedene Erkrankungen, bei denen Nervenzellen im Gehirn zerstört werden. Sie werden entweder direkt (primär) oder indirekt verursacht. Die Alzheimer-Demenz wurde nach ihrem Entdecker Alois Alzheimer benannt und ist die häufigste aller primären Demenzformen. Sie beginnt mit einer Zerstörung der Nervenzellen im Riechhirn und im Basalkern. Aktuell leiden etwa 700.000 Menschen in Deutschland an Alzheimer. Insgesamt sind eine Million Menschen an einer Demenzform erkrankt.

Mögliche Ursachen für Alzheimer

Je höher das Alter, desto größer ist die Gefahr, an Alzheimer zu erkranken. Eiweißstoffe werden nicht abgebaut, lagern sich stattdessen als Plaques in den Nervenzellen sowie ihren Zwischenräumen ab und behindern deren Funktionsfähigkeit. Der Stoffwechsel wird gestört, daher können immer weniger geistige Leistungen vom Alzheimerkranken erbracht werden. Die Veranlagung, an Alzheimer zu erkranken, kann familiär bedingt sein, jedoch muss nicht jeder einen Ausbruch der Krankheit befürchten, die das Gen für ein erhöhtes Risiko in sich trägt.

Alzheimer-Symptome und Verlauf der Demenz

Die ersten Alzheimer-Symptome können sich erst bis zu dreißig Jahre nach dem eigentlichen Beginn der Krankheit bemerkbar machen, wenn schon viele Gehirnzellen zerstört sind. Gedächtnisverlust und Störungen bei der Merkfähigkeit neuer Informationen treten zuerst auf. Auch in der Persönlichkeit zeigen sich Veränderungen. Alltägliche Fertigkeiten wie An- und Auskleiden, Körperpflege und selbstständiges Essen fallen immer schwerer.

Im mittleren Stadium der Alzheimer-Demenz erkennen die Erkrankten zudem ihre Angehörigen nicht mehr. Der Verlauf der Erkrankung ist individuell unterschiedlich, daher hat nicht jeder die gleichen beziehungsweise alle möglichen Symptome. In der Endphase verliert der Demenzkranke nicht nur sämtliche geistigen Fähigkeiten, er kann auch seine körperlichen Funktionen nicht mehr kontrollieren und ist daher rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen.

Alzheimer-Therapie

Alzheimer lässt sich nicht heilen, aber lindern. Je früher die Krankheit entdeckt wird, desto besser kann man sie hinauszögern. Durch eine Behandlung mit Medikamenten, Psycho- und Ergotherapie, kognitivem Training und Musiktherapie lässt sich ein selbstbestimmtes Leben länger erhalten. Arzneimittel helfen vor allem im ersten und zweiten Stadium, das Gedächtnis und die Konzentration zu verbessern. Depressionen können ebenfalls reduziert werden. Die anderen Therapien ergänzen die Wirkungen und erhöhen durch positive Erlebnisse die Lebensqualität des Patienten.

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