Tipps: Senioren WG gründen

Welche Formen der Wohngemeinschaften gibt es?

Wer im Alter nicht allein wohnen möchte, hat die Möglichkeit, sich in einer Senioren-Wohngemeinschaft (WG) einzumieten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man lebt in einer familienähnlichen Gemeinschaft, hat jedoch sein eigenes Zimmer, in das man sich bei Bedarf zurückziehen kann. Auch das Wohnen ist preiswerter, denn die Kosten verteilen sich auf mehrere Personen und Gemeinschafts- sowie Haushaltsräume werden zusammen genutzt.

Auch Pflegebedürftige können eine solche WG gründen und sich gegenseitig helfen, soweit dies möglich ist. Zur Verstärkung kommt ein ambulanter Pflegedienst. Jeder Bewohner kann auch seinen eigenen Pflegedienst wählen. Für Demenzkranke gibt es ebenfalls spezielle betreute WGs, in denen sie selbstbestimmt leben können und Unterstützung von einem Pflegedienst bekommen.

Mitbewohner für Senioren-WG finden

Wenn Sie die Gründung einer Senioren-WG planen, achten Sie darauf, dass alle Bewohner zusammenpassen und ähnliche Bedürfnisse haben. Um passende Personen zu finden, können Sie entweder eine Zeitungsanzeige schalten, in der Sie vielleicht schon einige wichtige Bedingungen erwähnen, oder Sie wenden sich an Seniorentreffs, Pflegestützpunkte oder Pflegedienste, die schon Erfahrung in der WG-Betreuung haben. Auf einem der Wege werden Sie bestimmt Erfolg haben.

Rechtliche Situation einer Senioren-WG

Wenn eine Senioren-WG aus Mitbewohnern besteht, die komplett versorgt werden müssen, kann sie als heimähnliche Einrichtung betrachtet werden. Eine private WG kann und will jedoch nicht den strengen Vorschriften eines Pflegeheims folgen. Rechtlich gesehen ist eine solche Vollpflege-WG nicht ausreichend abgesichert und nicht mehr als WG zu bezeichnen, daher kann sie aufgelöst werden.

Förderung für Pflege-WGs

Ambulant betreute Wohngruppen werden gefördert. Wenn mindestens drei Pflegebedürftige zusammen wohnen, kann jeder von ihnen zusätzlich zu anderen Pflegeleistungen 200 Euro beantragen, um eine Pflegekraft zu bezahlen, die die Pflege der WG organisiert und auch selbst pflegt. Die Entscheidung, welcher Pflegedienst und welche Pflegekraft engagiert werden, treffen jedoch die Senioren. Um die Wohnung barrierefrei zu gestalten, kann jeder Bewohner Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen. Insgesamt ist die Förderung aktuell auf 10.000,- Euro pro WG beschränkt. 2015 können Sie bis zu 16.000,- Euro erhalten.

Teilen

Artikel bewerten