Krankheiten im Alter

Alterskrankheiten - welche gibt es?

Nicht jeder hat das Glück, bis ins hohe Alter rundum gesund zu bleiben. Im Gegenteil: Senioren sind häufiger krank als junge Menschen. In der zweiten Lebenshälfte ist der Körper großen Veränderungen unterworfen, Vitalität und Kraft nehmen ab und medizinische Probleme nehmen zu. Eine gute Ausgangsbasis für erste Informationen zu verschiedenen Krankheiten, Symptomen, Heilmethoden und Medikamenten sind Gesundheitsportale im Internet. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass es sich um seriöse und zuverlässige Quellen handelt. Wichtig: Eine Informationssuche im Internet ersetzt keinesfalls den Arztbesuch, sondern kann lediglich als Ergänzung dienen, um sich entsprechendes Fachwissen anzulesen. Einige der häufigsten altersbedingten Krankheiten und mögliche Behandlungsmethoden stellen wir Ihnen hier kurz vor.

Inkontinenz

Viele kennen das Problem, aber nur wenige Betroffene reden darüber: Blasen- oder Darmschwäche (Inkontinenz). Die Ursachen für dieses Leiden können sehr unterschiedlich sein, hauptsächlich sind die erschlaffenden Muskeln rund um After, Scheide und Harnröhre dafür verantwortlich. Bei Männern ist außerdem die Erkrankung der Prostata oftmals Auslöser für Schwierigkeiten mit der Blasenfunktion. Um eine Blasen- oder Darmschwäche zu behandeln, sollte der erste Weg immer zum Hausarzt oder Urologen führen. Dieser kann entscheiden, ob die Inkontinenz medikamentös behandelt werden muss oder ob ein regelmäßiges Training des Beckenbodens, Biofeedback oder Elektrostimulation ausreicht.
 

Altersdepressionen

Etwa ein Viertel aller Senioren leidet unter Depressionen – die psychische Erkrankung ist für die Betroffenen und ihre Angehörigen oft eine große Belastung. Altersdepressionen werden bei Menschen im fortgeschrittenen Alter besonders häufig übersehen, da sie meist von körperlichen Erkrankungen verdeckt und dadurch schwieriger zu erkennen sind. Typische Symptome für Depressionen sind Schlafstörungen, vermehrtes Klagen über einen geistigen Abbau, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, starke Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und depressive Gedanken. Die Symptome ähneln einer beginnenden Demenz, sind aber meist nur von kurzer Dauer und können anders als bei der Demenz vom Patienten detailliert beschrieben werden.

Diabetes

Altersbedingte Diabetes – die „Zuckerkrankheit“ – ist eine schwere Stoffwechselstörung, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet ist. Da sie im Anfangsstadium relativ symptomfrei verläuft, wird Diabetes oftmals erst sehr spät diagnostiziert. Dabei gilt: Je früher die Erkrankung erkannt wird, umso besser stehen die Chancen, dass sich Langzeitschäden verhindern lassen. Erste Warnzeichen sind ein extrem verstärktes Durstgefühl, größere Trinkmengen und häufiges Wasserlassen, körperliche und geistige Leistungsminderung, ein ständiges Schwächegefühl, Sehstörungen, Gewichtsverlust, Übelkeit und Bauchschmerzen sowie ein Druckgefühl im Kopf. Wird die Diabetes rechtzeitig erkannt und behandelt, müssen die betroffenen Menschen kaum Einschränkungen hinnehmen. Wie genau die richtige Behandlung aussieht, hängt von dem speziellen Typ und dem Schweregrad der Krankheit ab.
 

Alzheimer und Demenz

Nicht nur der Körper verändert sich mit dem Alter, auch der Geist ist einem Alterungsprozess unterworfen. Die steigende Lebenserwartung hat in den letzten Jahrzehnten dafür gesorgt, dass die Zahl der Demenzerkrankungen stetig zugenommen hat: Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als eine Million Menschen, die im Alter von Demenz betroffen sind. Die mit Abstand häufigste Form der Demenz ist Morbus Alzheimer, eine Erkrankung in deren schleichenden Verlauf die geistigen Fähigkeiten immer mehr nachlassen. Je weiter die Krankheit fortgeschritten ist, umso schwieriger fällt es den Betroffenen, allein im Alltag zurechtzukommen. Bisher gibt es noch keine Heilungsmöglichkeiten für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen. Allerdings kann es helfen, wenn erste Krankheitsanzeichen ernstgenommen und frühzeitig dem Hausarzt mitgeteilt werden – mit gezielten Behandlungsprogrammen und Therapien lässt sich die Lebensqualität der Erkrankten über einen langen Zeitraum erheblich verbessern.


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