Pflege bei rheumatischen Erkrankungen

Rheuma hat viele Gesichter

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können sich in über hundert verschiedenen Krankheiten äußern und betreffen Millionen von Menschen jeden Alters. Wenn bei Senioren noch weitere Beschwerden hinzukommen, wird der Alltag für die Betroffenen besonders schwierig. Oft können sie ihn nur mit Unterstützung und viel Verständnis bewältigen.

Symptome rheumatischer Erkrankungen

Rheumatische Erkrankungen, zu denen auch die Arthrose zählt, machen sich häufig durch Gelenkschmerzen, Schwellungen, Steifigkeit, Kraftlosigkeit in den Händen und Rückenschmerzen in der Nacht bemerkbar. Auch Muskeln, Sehnen, Bindegewebe und Haut können je nach Erkrankungsform betroffen sein. Die Beschwerden treten phasenweise auf und werden von Müdigkeit und Erschöpfung begleitet. Auch im Laufe des Tages treten Schwankungen auf.

Entlastung und gezielte Bewegung

Bei der Pflege sollten Sie darauf achten, dass Ihr Angehöriger durch passende Hilfsmittel entlastet und gestützt wird. Auf Bewegung sollte er dennoch nicht verzichten, damit die Gelenke nicht völlig steif werden. Besondere Vorsicht müssen Sie bei deformierten Gelenken walten lassen. Wenn Sie Aktivitäten planen, legen Sie diese vorzugsweise in die Tageszeiten, in denen der Betroffene die wenigsten Beschwerden hat.

Selbstständigkeit unterstützen

Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen offen über seine Krankheit und seine Bedürfnisse. So können Sie besser auf ihn eingehen und ihn unterstützen. Helfen Sie jedoch nur, wenn es notwendig ist, damit er so lange wie möglich selbstständig bleibt. Achten Sie bei Bedarf darauf, dass der Erkrankte regelmäßig seine Medikamente nimmt, um seine Schmerzen möglichst gering zu halten.

Gesunde Lebensweise fördern

Eine gesunde Ernährung und eine ebensolche Lebensweise sollten oberste Priorität haben. Alles, was für den Körper schädlich ist, z. B. Rauchen, sollte Ihr Angehöriger vermeiden, da sich die rheumatische Erkrankung sonst verschlechtern kann. Hierzu können Sie unterstützende Vorschläge machen und ausgewogene Mahlzeiten finden, die ihm schmecken.

Gelenkschutz bei rheumatischen Erkrankungen

Hilfreich bzw. notwendig sind auch Gelenkschutzmaßnahmen für verschiedene Alltagssituationen zu Hause, im Beruf, bei der Körperpflege und beim Sport. Dazu finden Sie zahlreiche Informationen im Internet, unter anderem bei der Deutschen Rheuma-Liga. Schauen Sie sich auch gemeinsam die Videos an, die dort zu vielen Themen angeboten werden.

Hilfe bei der Pflege

Ist die rheumatische Erkrankung so weit fortgeschritten, dass Ihr Angehöriger nicht mehr allein zurechtkommt, sollte er eine Pflegestufe beantragen. Sie berechtigt ihn, Pflegeleistungen zu erhalten, mit denen er Ihre Unterstützung und/oder die Pflegekraft eines ambulanten Pflegedienstes bezahlen kann. Auch Sie als pflegende Angehörige werden durch die Pflegekasse entlastet. (Link zu „Wie stellt man einen Pflegeantrag“ etc.)

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