Gesundheitsvorsorge: Vorsorgeuntersuchungen für Senioren

Vitalfunktionen alle zwei Jahre untersuchen lassen

Vorsorgeuntersuchungen sind für Senioren besonders wichtig, da der Körper mit zunehmendem Alter anfälliger und schwächer wird. Es gilt also, belastende Veränderungen des Körpers und Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen oder auszuschließen. Wer gesetzlich versichert ist, kann sich alle zwei Jahre gründlich untersuchen lassen. Dabei werden Herzkreislauffunktionen, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse und deren Stoffwechsel untersucht.

Vorsorgeangebot wahrnehmen

Die Leistung des Herzens wird anhand eines EKGs überprüft, der Kreislauf durch Blutdruckmessungen und die anderen Organe durch Blut- und/oder Urinproben sowie mithilfe von Ultraschallaufnahmen untersucht. Wenn die wichtigsten Vitalfunktionen in Ordnung sind, reduziert sich das Risiko für chronische Erkrankungen, daher sollten Sie dieses Vorsorgeangebot wahrnehmen. Wenn Sie bereits unter einer oder mehreren Krankheiten leiden, sind regelmäßige Untersuchungen ohnehin ein Muss.

Besonders wichtig: Hautkrebs-Früherkennung

Sehr wichtig ist gerade bei Senioren auch die Überprüfung der gesamten Hautfläche. Je älter Sie sind, desto öfter waren Sie der Sonneneinstrahlung ausgesetzt und damit erhöht sich das Risiko für eine Hautkrebserkrankung. Da die Haut unser größtes Organ ist, muss sie besonders sorgfältig behandelt und untersucht werden. Nehmen Sie diese Früherkennung auf jeden Fall ernst! Das gilt besonders für Personen, die viele Muttermale und Altersflecken haben oder sich häufig in der Sonne aufhalten bzw. aufgehalten haben und öfter einen Sonnenbrand hatten.

Krebs-Vorsorge für Frauen

Zu den sinnvollen Krebs-Vorsorge für ältere Menschen gehören zudem weitere Krebs-Früherkennungen. Für Frauen ist dies die Mammographie, die Abtastung beider Brüste und der Achseln. Gebärmutter und Eierstöcke können am besten durch Ultraschall beurteilt werden. Frauen zwischen 50 und 69 werden alle zwei Jahre zu einem Mammografie-Screening in einer zertifizierten Einrichtung eingeladen. In diesem Alterszeitraum ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, besonders hoch.
Die Mammografie soll nicht tastbare Knoten entdecken. Dennoch sind sich die Experten nicht einig, ob diese Untersuchung sinnvoll ist oder nicht. Sie selbst sollten allerdings zu Hause Ihre Brust regelmäßig abtasten und bei verdächtigen Veränderungen Ihren Frauenarzt aufsuchen.

Vorsorgeuntersuchungen für Männer und Darmspiegelungen

Für Männer gelten die entsprechenden Untersuchungen: Inspektion und Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane, der Prostata und der Lymphknoten. Ab dem 55. Lebensjahr sollte der Darm alle zwei Jahre auf verstecktes Blut untersucht und alle 10 Jahre mittels einer Darmspiegelung auf Krebs überprüft werden.

Gefäßerkrankungen vorbeugen

Ab 50 können Männer und Frauen zusätzlich Ihre Gefäße in Körper und Gehirn untersuchen lassen. Dabei werden die Innenschichtdicke und der Blutfluss der zuführenden Hirngefäße, der peripheren Arterien und Venen per Duplexuntersuchung gemessen. Frauen können außerdem eine beidseitige Mamma Sonographie in 3D-Technik machen lassen.
Zu allen Vorsorgeuntersuchungen gehören natürlich Gespräche, in denen der Arzt die Ergebnisse mit Ihnen bespricht und Sie berät, wie Sie Ihre Gesundheit erhalten können oder wie eventuelle Erkrankungen behandelt werden können.

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