Sicherheit im Alter: Betrug vorbeugen

Häufigste Senioren-Fallen

Senioren sind für Betrüger eine besonders interessante Zielgruppe, da sie häufig hilfsbereit, gutgläubig und körperlich leicht zu überwältigen sind. Viele ältere Menschen haben nicht nur Wertgegenstände, sondern auch größere Mengen Bargeld im Haus, um sich Wege zur Bank zu ersparen. Das nutzen die Betrüger aus.

Beliebte Maschen sind Bitten um Hilfe an der Haustür, z. B. um ein Glas Wasser oder einen Gang zur Toilette. Treten die Betrüger gleich zu zweit auf, kann einer den Senior ablenken, während der andere nach Bargeld sucht. Andere Fallen sind Zeitschriften-Abonnements, die ebenfalls an der Haustür unter einer Mitleid erzeugenden Geschichte erschlichen werden.

Immer noch aktuell sind sogenannte Kaffeefahrten, die zu vermeintlich attraktiven Ausflugszielen führen, jedoch hauptsächlich dazu genutzt werden, um Senioren sinnlose oder überteuerte Produkte zu verkaufen. Die Präsentation findet häufig in einer Weise statt, dass sich die Teilnehmer gezwungen fühlen, etwas zu kaufen. Eine Verpflichtung besteht allerdings nicht.

Auch per Telefon versuchen Trickbetrüger, ältere Menschen um ihr Geld zu erleichtern. Der Anrufer behauptet, ein Enkel des Seniors zu sein und z. B. dringend Geld für einen medizinischen Notfall zu benötigen. Eine Variante ist, dass der Anrufer vorgibt, ein Freund des Enkels zu sein, der ihm helfen will, dafür aber die finanzielle Unterstützung der Oma oder des Opas braucht.

Vor allem ältere Frauen werden vorwiegend in belebten Stadtgebieten um ihre Handtaschen erleichtert. Die Täter laufen oder fahren an die Person heran, nutzen den Überraschungsmoment aus und reißen ihr die Tasche aus der Hand. Meist sind sie schneller weg, als dass ein Helfer eingreifen kann.

Schutz im Alter

Auch wenn ein Bittsteller noch so freundlich und höflich erscheint, bleiben Sie immer auf der Hut! Tätigen Sie niemals an der Haustür oder auf der Straße irgendwelche Geschäfte und unterschreiben Sie keine Verträge unter Druck. Seriöse Unternehmen informieren Sie immer ausführlich und schriftlich, sodass Sie alles in Ruhe durchlesen können, bevor Sie sich entscheiden.

Schließen Sie kein Abonnement ab, um jemandem einen Gefallen zu erweisen. Fragen Sie sich grundsätzlich, ob Sie die angebotene Ware tatsächlich brauchen und vergleichen Sie vor dem Kauf die Preise. Tipps zu vielen Produkten und Dienstleistungen bekommen Sie bei jeder Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest und Ökotest.

Informieren Sie sich auch regelmäßig auf den Webseiten der Polizei über die neuesten Maschen der Betrüger. Lassen Sie fremde Leute nicht in Ihre Wohnung. Bittet Sie z. B. jemand an der Haustür um ein Glas Wasser, schließen Sie die Tür, während Sie es holen.

Speichern Sie die Telefonnummern Ihrer Verwandten und Freunde in Ihrem Telefon oder Handy ab. So können Sie jederzeit Rücksprache halten, wenn ein vermeintlicher Notfall eintreten sollte.

Tragen Sie Ihre Wertsachen immer am Körper, z. B. in einer Innentasche Ihres Mantels oder Ihrer Jacke. Halten Sie die Tasche außerdem immer in der Hand zur Häuserseite oder hängen Sie sie schräg über die Schulter. Wenn Sie in einer lebhaften Gegend unterwegs sind und sich nicht sicher fühlen, lassen Sie sich begleiten. Hat niemand aus Ihrer Familie oder von Ihren Freunden Zeit, bitten Sie einen ehrenamtlichen Begleiter einer karitativen Einrichtung um Unterstützung.

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