Senioren-Pedelecs: Tipps für den E-Bike-Kauf

Fahrräder mit Motor werden immer beliebter

E-Bikes sind heute längst nicht mehr nur für Senioren interessant, sie werden auch von anderen Altersgruppen gekauft und geschätzt. Je nach Modell sind Elektrofahrräder mit einem Front-, Heck- oder Mittelmotor ausgestattet. Dieser Motor ist es, der Ihnen die Fahrradfahrt erleichtern soll, wenn sie länger dauert oder wenn es einen Berg hinauf geht. Diese Unterstützung kann jedoch gerade für ältere Menschen zum Problem werden, wenn sie nicht richtig damit umgehen können.

E-Bikes sind nur für fitte Senioren geeignet

Wenn Ausdauer und Kräfte nachlassen, der Wunsch nach Ausflügen mit dem Fahrrad jedoch weiterhin vorhanden ist, scheint ein E-Bike die ideale Unterstützung zu bieten. Vor dem Kauf eines Pedelecs sollten Sie jedoch kritisch überdenken, ob Sie in der Lage sind, ein solches Gefährt zu handhaben.
E-Bikes sind nämlich schwerer als normale Fahrräder und können zum Beispiel bereits beim Auf- und Absteigen Probleme bereiten, wenn man nicht stabil auf den Beinen ist und die Muskelkraft der Arme nicht ausreicht, das Fahrrad zu halten. Dann neigt sich das E-Bike leicht zur Seite und zieht den Fahrer zu Boden.

Unfallgefahr mit E-Bikes

Auch die unterstützende Kraft durch den Motor, mit dem sich die Geschwindigkeit deutlich erhöhen lässt, kann schnell zur Selbstüberschätzung führen. Andere Verkehrsteilnehmer können zudem nicht schnell genug erkennen, dass Sie ein Elektrofahrrad benutzen, das anders als normale Fahrräder reagiert. So wurde in den letzten Jahren beobachtet, dass vorwiegend Senioren mit E-Bikes an Unfällen beteiligt waren und sich erheblich verletzten oder sogar tödlich verunglückten.

Absolutes Muss: Vor dem Kauf E-Bike testen

Ein wichtiger Punkt beim Kauf eines E-Bikes ist eine ausführliche Beratung durch einen versierten Fahrradhändler und das gründliche Testen verschiedener Modelle, um herauszufinden, ob Sie überhaupt mit einem solchen Gefährt umgehen können. Auf ein Billigprodukt beim Discounter sollten Sie verzichten, denn vernünftige Elektrofahrräder sind nicht unter 1600 Euro erhältlich. Die Qualität eines E-Bikes muss hochwertig sein, um die höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

Das Elektrofahrrad muss individuell angepasst werden

Wenn Sie fit genug sind, um sich den Umgang mit einem Elektrofahrrad zuzutrauen, lassen Sie sich beraten, welche Art des Motors und welche Schaltung für Sie passend sind. Außerdem sollte das E-Bike nicht zu schnell sein und maximal 25 km/h erreichen.
Auch wenn bei dieser Geschwindigkeit keine Helmpflicht besteht, sollten Sie dennoch aus Sicherheitsgründen einen Kopfschutz tragen. Außerdem muss das gesamte Fahrrad auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sein und die richtige Größe besitzen. Es muss sich von Anfang an bequem von Ihnen führen lassen und komfortabel sein.

Einführungskurs für Senioren

Empfehlenswert ist ein Einführungskurs, in dem Sie unter Anleitung lernen, richtig mit dem E Bike umzugehen. Hier wird unter anderem das korrekte Schalten gelernt, was sowohl für Bergauf- als auch für Bergabfahrten wichtig ist. Vorausschauendes Fahren ist hierbei notwendig, da Sie bereits vor Steigungsänderungen des Weges sowohl Gangschaltung als auch die Kraftstufe des Motors wählen müssen. Erst wenn Sie sich wirklich sicher fühlen, sollten Sie Ihr Elektrofahrrad im Straßenverkehr benutzen. Wo immer es möglich ist, bleiben Sie auf dem Fahrradweg.

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