Seniorenhandy: Worauf beim Kauf achten?

Seniorenhandys erleichtern das Leben

Ein Handy ist gerade für Senioren eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, damit sie im Notfall schnell und unkompliziert Hilfe rufen können. Auch die Pflege sozialer Kontakte unterstützt ein Mobiltelefon, da Sie fast jederzeit einen Anruf tätigen können, um sich zu verabreden oder zu unterhalten.
Doch die einfachsten Handys besitzen heute so viele Funktionen, dass so mancher ältere Mensch davor zurückschreckt, sich mit dem Thema überhaupt zu beschäftigen. Unter speziellen Seniorenhandys können Sie jedoch ein Modell finden, das Sie leicht bedienen können.

Funktionen des Seniorenhandys müssen zum Benutzer passen

Gehören technische Spielereien nicht gerade zu Ihren Stärken oder denen Ihres Angehörigen, seien Sie versichert, dass es Handys gibt, die auf Ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmt sind. Sie besitzen nur die notwendigen Funktionen und sind so einfach wie Ihr Festnetztelefon zu bedienen. Um die Benutzung noch einfacher zu gestalten, besitzen Seniorenhandys zudem größere Tasten, eine Notfalltaste und gut hörbare Klingeltöne.


Kriterien beim Kauf eines Seniorenhandys

Beim Kauf eines Seniorenhandys sollten Sie auf folgende Kriterien achten:

  • Es muss Ihnen optisch gut gefallen und die richtige Größe besitzen
  • Sie müssen es leicht bedienen können
  • Es sollte nur Funktionen haben, die Sie wünschen
  • Die Kosten des Geräts, dessen Zubehör und des Mobilfunkvertrags sollten Ihrem Bedarf entsprechen

Funktionen eines Seniorenhandys

Sie entscheiden, welche Funktionen des Handys Sie nutzen möchten. Überlegen Sie, ob Sie nur die Telefonfunktion benötigen oder ob Sie auch Kurznachrichten (SMS) schreiben möchten. Über die Notfalltaste lässt sich sowohl professionelle Hilfe holen als auch Verwandte oder Freunde.
Sind Sie unsicher auf den Beinen, wählen Sie ein Handy mit einem entsprechenden Sensor, der selbstständig einen Notruf absetzt, wenn Sie hinfallen. Außerdem können Sie sich orten lassen, wenn Sie sich aufgrund einer Demenzerkrankung leicht verirren.
Für Senioren, die mehr technische Details möchten, bieten sich Handys an, die neben der leichten Bedienbarkeit Programme wie Fotografie, E-Mail, Internet-Browser, Spiele, E-Book-Reader und vieles mehr zur Verfügung stellen.

Leichte Bedienbarkeit

Zur optimalen Handhabung gehören ein großes Display, große Tasten mit Eingabetönen und eine selbsterklärende Menüführung. Einige Handys können auch durch die Berührung verschiedener Symbole auf dem Bildschirm bedient werden.
Wenn Sie damit nicht zurechtkommen, könnte Ihnen ein Seniorenhandy mit Sprachsteuerung gefallen. Hier brauchen Sie nur den Namen der Person zu nennen, die Sie anrufen möchten.
Sollten Sie ein Hörgerät tragen, achten Sie darauf, dass das gewünschte Modell mit Hörgeräten kompatibel ist und störungsfrei funktioniert.

Design des Seniorenhandys spielt eine wichtige Rolle

Handys haben unterschiedliche Formen: Sie bestehen entweder aus einem flachen Rechteck mit oder ohne klappbaren Deckel oder aus einer zweiteiligen Fläche, bei dem die Tastatur unter den Bildschirm (Display) geschoben werden kann.
Nehmen Sie sich viel Zeit, um die verschiedenen Modelle auszuprobieren und zu testen, mit welchem Sie am besten zurechtkommen. Klappbare Handys sind etwas robuster, da der Bildschirm bei Nichtgebrauch geschützt ist. Mit entsprechenden Hüllen können Sie den gleichen Effekt auch bei Handys ohne Deckel erreichen.

Kosten für ein Seniorenhandy

Spezielle Seniorenhandys sind im Gegensatz zu Smartphones mit zahlreichen Funktionen recht preiswert zu haben. Rechnen Sie mit etwa mit 30 bis 90 Euro. Zubehör wie Schutzhüllen, Ladestationen und spezielle Ladekabel kommen eventuell dazu.
Außerdem müssen Sie die Kosten für einen Mobilfunkvertrag mit einbeziehen. Wenn Sie nur wenig telefonieren, genügt eine preiswerte Prepaidkarte, auf die ein bestimmtes Guthaben geladen ist.
Telefonieren Sie viel und regelmäßig, surfen außerdem täglich im Internet, lohnt sich eine sogenannte Flatrate. Dabei zahlen Sie einen festen Betrag pro Monat und können so viel im Inland telefonieren und das Internet besuchen, wie Sie wollen. Meist sind Sie schon mit etwa 20 Euro pro Monat dabei.
Im Ausland gelten andere Tarife, daher erkundigen Sie sich vor einer Reise, welche Kosten auf Sie zukämen. Oft ist es günstiger, eine SIM-Karte für das entsprechende Land zu kaufen und diese dort während Ihres Aufenthalts zu nutzen.

Unsere Redaktion hat Ihnen einige Seniorenhandys aus verschiedenen Preiskategorien zusammengestellt und die Vor- und Nachteile erläutert.

Günstige Seniorenhandys bis 50 Euro

Vorteile:

  • Tischladestation ohne umständlichen Anschluss des USB-Kabels
  • Schnellwahl- und Notruftasten
  • Große Tasten

Nachteile:

  • Keine Smartphonefunktionen wie Apps und Internetzugang
  • Wenige Unterstützungsfunktionen

Mittelklasse Seniorenhandys bis 100 Euro

Vorteile:

  • Taschenlampe
  • Sprachnotizen für Erinnerungen
  • Lautstärkeregelung extra für Senioren
  • Extra robust

Nachteile:

  • Höherer Preis aber keine Smartphonefunktionen wie Apps und Internetzugang

Premium-Seniorenhandys ab 100 Euro

Vorteile:

  • Kontaktbilder für einfachere Bedienung
  • Installation verschiedener Programme/Apps für Senioren möglich
  • Teilweise Fernwartung durch Verwandte möglich
  • GPS-Funktion zur Orientierung

Nachteile:

  • Komplizierter in der Bedienung
  • Nicht so robust
  • Akkudauer durch Smartphonefunktion geringer

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